Leben und Kochen ohne Kohlenhydrate (kohlenhydratarme Ernährung)

Leben und Kochen ohne Kohlenhydrate (kohlenhydratarme Ernährung)

 

Nachdem Sie den Einstieg in Diät ohne Kohlenhydrate gefunden haben, möchten wir uns in diesem Artikel unseres Portals ganz dem Thema widmen, wie Sie auch dauerhaft ohne Kohlenhydrate leben können. Wie Sie also aus Ihrer Low Carb Diät eine langfristige Umstellung auf ein dauerhaftes Leben ohne Kohlenhydrate machen.

Wie bei den meisten Ernährungsformen und Diäten, liegt die größte Herausforderung darin, die erlernte Ernährungsweise ohne Kohlenhydrate bzw. mit reduziertem Kohlenhydratanteil auch dauerhaft fortzusetzen. Nur so können Sie Ihre Gewichtsreduktion, die Sie durch die neue Ernährungsweise erlangt haben, auch dauerhaft beibehalten.

Inhalt:

  1. Kohlenhydrate – ein Ergebnis unserer Evolutionsgeschichte
  2. Dauerhaft ohne Kohlenhydrate – ist das gesund?
  3. So klappt das Kochen ohne Kohlenhydrate
  4. Langfristig ohne Kohlenhydrate

1. Kohlenhydrate – ein Ergebnis unserer Evolutionsgeschichte

Wer sich schon einmal mit der Geschichte der Menschheit, im Spezielle auch mit der Ernährung in der Steinzeit oder in anderen früheren Zeitepochen auseinander gesetzt hat, wird schnell feststellen, dass sich nicht nur das Essen an sich, sondern auch die Ansprüche an Nahrung geändert haben. Längst geben wir uns nicht mehr nur damit zufrieden, dass Nahrung satt macht, sie muss auch noch

  • schön aussehen
  • gut schmecken und
  • bezahlbar sein.

Wenn Sie sich überlegen, welche Nahrungsmittel nach Abzug aller industriell hergestellten Produkte noch übrig bleiben, erkennen Sie schnell, wovon sich die Menschheit vor Jahrtausenden ernährt hat!

Die Steinzeiternährung bestand vor allem aus Fleisch, Meeresfrüchten, Fisch, Eiern, Obst, Gemüse, Nüssen und Pilzen!

Milch stand früher nur Babys zu. Tiermilch musste für die Jungen erhalten bleiben. Auch die heute so große Getreideindustrie gab es damals natürlich nicht. Die älteste Getreideart, die Gerste, wurde erst etwa 7.000 v. Chr. angebaut.

Davor lebten die Menschen vollkommen ohne Getreide und waren vermutlich deutlich gesünder als heute!

2. Dauerhaft ohne Kohlenhydrate – ist das gesund?

Die kohlenhydratfreie Ernährung wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder von Ernährungswissenschaftlern unter die Lupe genommen.

Zu unterscheiden sind hier ganz klar:

  • No-Carb und
  • Low-Carb

Während ersteres einen vollkommenen Verzicht auf Kohlenhydrate vorsieht, geht es bei der Low-Carb Ernährung nur um eine deutliche Reduktion der Kohlenhydrate.

Ernährungswissenschaftler raten von einem gänzlichen Verzicht von Kohlenhydraten ab – raten jedoch, vor allem bei Übergewicht, zu einer Ernährung mit wenig Kohlenhydraten.

Was passiert bei einer Ernährung (fast) ohne Kohlenhydraten im Körper?

Die meisten Menschen nehmen eine Mischkost, bestehend aus Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett und vielen andere Nährstoffen, zu sich. Jeder dieser Nährstoffe hat seine Aufgabe im Körper und wird unterschiedlich vom Körper verwertet.

Kohlenhydrate werden direkt in Glucose umgewandelt und gelangt direkt in die Zellen um dort „verheizt“ zu werden. Sind die Zellen ausreichend versorgt, wandert die Glucose in die Leber. Sobald dort alle Speicher voll sind, wird der Überschuss als Fettreserve angelegt.

Kohlenhydrate und Blutzucker

Kohlenhydrate haben jedoch nicht nur die negative Eigenschaft, sich als Fettreserven einzulagern, sie verursachen auch Schwankungen in unserem Blutzuckerspiegel.

Auch oder gerade deshalb ist eine kohlenhydratarme Ernährung vor allem für eine Gewichtsreduktion sehr empfehlenswert.

Die Blutzuckerfalle

Wenn Sie sich kohlenhydratreich ernähren, setzt sich folgender Teufelskreis in Gang:

Schritt 1: Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen

Schritt 2: Zur Senkung produziert der Körper das Hormon Insulin, dass eine noch schnellere Verwertung im Körper in Gang setzt. Überschüssige Kohlenhydrate werden rasch als Fett eingelagert.

Schritt 3: Danach fällt der Blutzuckerspiegel schnell und der Körper verlangt nach noch mehr Kohlenhydraten.

Schritt 4: Der Insulinspiegel bleibt dadurch immer erhöht und sorgt dafür, dass Kohlenhydrate kaum noch verbrannt werden, sondern als Fett direkt auf den Hüften landen.

3. So klappt das Kochen ohne Kohlenhydrate

Um eine Ernährungsumstellung auch dauerhaft durchzuhalten ist es zum einen natürlich notwendig, dass sich diese mit dem Alltag, dem 1428355_24008211 by zasvedogov - freeimages.comFamilienleben und den persönlichen Geschmäckern vereinbaren lässt.

Zum anderen benötigen Sie aber auch die notwendige Vielfalt an Alternativen, sollte Ihnen das Rührei oder das Steak mit Bohnen einmal nicht mehr schmecken.

Genau dafür haben wir Ihnen als gute Basis für Ihr Leben ohne Kohlenhydrate eine große Rezeptdatenbank zusammengestellt.

Auch die Auswahl an verschiedenen Lebensmitteln ist wesentlich größer, als Sie vielleicht ahnen. Dazu finden Sie bei uns eine Auflistung von mehr als 300 verschiedenen kohlenhydratarmen Lebensmitteln.

Bei der Zubereitung Ihrer Gerichte sollten Sie darauf achten, dass Sie sich auf gesunde, ungesättigte Fette konzentrieren, wie zum Beispiel in Fisch, in Pflanzenölen oder in Nüssen enthalten. Butter oder Schmalz sowie Fertigprodukte sollten Sie weitestgehend vermeiden.

Achten Sie auch darauf nicht jeden Tag dreimal Fleisch zu essen, sondern sich eiweißreiche vegetarische Alternativen zu suchen!

Vegetarische Alternativen zum Fleisch

  • Joghurt
  • Käse
  • Eier
  • Bohnen
  • Nüsse
  • Quark
  • Soja, wie Tofu oder Sojaschnetzel

Ersetzen Sie Unverzichtbares durch kohlenhydratarme Alternativen:

  • Getreidemehl durch Soja- oder Mandelmehl ersetzen
  • Brot durch selbstgemachtes kohlenhydratarmes Brot ersetzen
  • Chips und Knapperzeug durch selbstgemachte Käse-Chips, geröstete Sojabohnen oder Nüsse ersetzen
  • Süßigkeiten: Ersetzen Sie zum Beispiel Kakao durch ungesüßten Backkakao, Zucker durch Süßungsmittel, wie etwa Stevia, Creme Eis durch selbstgemachtes Joghurteis, Milchschokolade durch kohlenhydratarme Schoko (kaufen oder selbst herstellen).

4. Langfristig ohne Kohlenhydrate

Zucker verklebt Ihre Bluteiweiße und schädigt Ihre Blutgefäße. Zudem fördert ein übermäßiger Konsum von Kohlenhydraten Entzündungen und Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes oder Fettleber.

Auch Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen wird ein Zusammenhang mit einer zu kohlenhydratreichen Ernährung nachgesagt.

Akne und eine erhöhte Talgproduktion sind ebenfalls auf zu viel Zucker zurückzuführen. Nicht umsonst raten viele Dermatologen bei extremer Akne zu einer Reduktion von Kohlenhydraten und Milch.

Achtung – Fiese Fallen

Wenn Sie dauerhaft ohne Kohlenhydrate leben möchten, sollten Sie folgende Fallen nicht übersehen:

1208792_81039391 by agthabrown 2 - freeimagesVorspeisen: Der nett gemeinte Gruß aus der Küche, wie er in vielen Restaurants angeboten wird, besteht in der Regel aus Brot, Crissini oder anderen Kohlenhydratbomben. Alternative: Muscheln oder Carpaccio.

1208792_81039391 by agthabrown 2 - freeimagesFastfood: Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Fastfood, Hamburger und Co. Selbst Salatdressings werden von den verschiedenen Fastfood Restaurants mit reichlich Zucker und gesättigten Fetten versehen.

1208792_81039391 by agthabrown 2 - freeimagesSalatdressings: Dressings, die Sie fertig im Regal des Supermarkts kaufen können sind in der Regel alle mit Zucker versehen. Das können Sie nur dadurch umgehen, dass Sie Ihre Salatdressings selbst machen.

1208792_81039391 by agthabrown 2 - freeimagesVorsicht bei Obst: Ein Problem kann Obst in zu großen Mengen werden, da es viel Fruchtzucker enthält – vor allem Weintrauben, Ananas oder Bananen. Greifen Sie besser zu Aprikosen, Avocados, Orangen, Beeren oder Kiwi.

Weitere wertvolle Tipps für eine langfristige Ernährungsumstellung

Tipp 1: Sollten Sie Zucker nicht ganz aus Ihrem Leben verbannen können, reduzieren Sie ihn wenigstens oder ersetzen Sie ihn durch pflanzliche Süßstoffe, wie Stevia.

Tipp 2: Essen Sie kein Obst aus Konserven, da diese in der Regel in Zuckerwasser, sprich Sirup konserviert wurden.

Tipp 3: Beilagen am besten vollkommen streichen

Tipp 4: Hülsenfrüchte eher vermeiden – sie sind zwar sehr eiweißreich, enthalten aber auch einiges an Kohlenhydraten

Tipp 5: Verzichten Sie in Restaurants auf Saucen

Tipp 6: Würzen Sie stattdessen gut und ohne Einschränkung

Tipp 7: Verzichten Sie auf Butter und verwenden Sie besser ein hochwertiges Öl.

 

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